Das Vermächtnis

Es kriselt in der Villa von Selma und Guntram. Nichts Ungewöhnliches in der gereiften Ehe, doch bei den beiden Haupfiguren aus "Das Vermächtnis" hat die Krise eine besondere Quelle. Selma ist die Erbin eines global operierenden Waffenkonzernes, und Guntram muss in Selmas Auftrag dafür sorgen, dass das Management des Konzernes auf Linie bleibt. Einige Jahre lang hat Guntram den Reichtum an Selmas Seite genossen und seine Aufgabe vorbildlich erfüllt. Mit aufpeitschenden Reden begeisterte er die Manager und auch sich selbst. Doch irgendwann dämmert ihm, dass er längst Teil einer weltweiten Aufrüstungskampagne geworden ist, und das besorgt ihn zutiefst. Selma hat kein Verständnis für solche Zweifel, im Gegenteil, sie verspottet ihn sogar und empfiehlt, seine Unruhe lieber an der stets willigen Putzfrau abzubauen, während sie sich mit dem Postboten verlustiert. Bald üben die ausgeweiteten Waffenlieferungen jedoch eine Sprengkraft aus, der sich auch das Ehepaar nicht entziehen kann.

"Das Vermächtnis" ist eine Parabel auf die Beziehung zwischen Wirtschaftswachstum und Zerstörung. In den beiden Hauptfiguren spiegelt sich die Not oder der Zynismus, der aus der Bewusstheit dieses Zusammenhanges erwachsen kann, bis hinein in die persönlichsten Bereiche.

"Die Bewegten" spüren in ihrer Inszenierung der Verbindung zwischen der industriellen Einbindung und den persönlichen Neigungen nach. In ausgewählten Szenen versuchen sie eine zugespitzte Skizze des Widerspruchs zwischen Arbeit und Privatleben, dem heute kaum ein Mensch entkommen kann. Die Inszenierung ist ein Gemeinschaftswerk der Theatergruppe "Die Bewegten", der Text stammt von Niels v. Festenberg. Das Stück wurde am 16.10.10 urauffgeführt (vergangene Termine).


Philomena

„Philomena“ von der Theatergruppe „Die Bewegten“ ist ein dreiteiliges Pantomimetheater mit musikalischer Untermalung um die holde Maid Philomena.

Ausgestattet mit überlebensgroßen Ganzkopfmasken bringen sechs Charaktere ein wechselvolles Schauspiel von Liebe, Unbelehrbarkeit und Hinterlist auf die Bühne.

Alle drei Teile bilden eigenständige Geschichten, die unabhängig voneinander aufgeführt werden können. Im Zusammenhang ergibt sich daraus eine Fortsetzungsgeschichte. Jeder Teil ist auf etwa fünfzehn Minuten angelegt.

Die Idee zum Stück stammt von Niels v. Festenberg. Die Uraufführung war am 26.7.08. Bisher ausgekoppelt ist die Episode "Frühling im Park".

Frühling im Park

Philomena hat den ganzen Winter allein mit ihrer alten Tante verbracht. Fürchterlich hat sie sich gelangweilt. Und soviel Mensch-ärgere-Dich-nicht.

Aber jetzt ist Frühling! Philomena hat sich aufgemacht zu einem Spaziergang in den Park – ohne die Tante und voller Vorfreude und Neugier. Was sie dort erwarten mag? Süße Waldvöglein und schimmelreitende Drachentöter, die sie erretten wollen ...? Sie ist sich ganz sicher: es wird ein fabelhafter Tag!

Philomena 2.0

Philomena 2.0 ist eine Variation auf Frühling im Park. Es geht um eine Maid und ihren Computer, den sie so sehr liebt, dass er sie nur schwer loslässt. Die Uraufführung war am 24.4.09.

Geistesdämmerung

Geistesdämmerung ist ein pantomimisches Schattenspiel vom Treiben eines Intensivlesers. Das Stückkonzept ist von Niels v. Festenberg. Die Uraufführung war am 1.2.09.

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